A Denim Story

Unser Anspruch ist es, die Umweltauswirkungen unserer Jeans entlang ausgewählter Produktionsprozesse zu reduzieren – von der Auswahl der Fasern über das Färben der Garne bis hin zu den Waschverfahren.

Dafür verfolgen wir drei Säulen: Wir setzen auf bevorzugte Fasern, nutzen ressourcenschonendere Färbeprozesse und messen die Auswirkungen unserer Waschverfahren.

Drei Säulen für eine verantwortungsvollere Jeans

Die konventionelle Denim-Herstellung kann durch einen hohen Einsatz von Wasser, Energie und Chemikalien die Umwelt belasten. Wir arbeiten deshalb daran, unsere Jeans ressourcenschonender herzustellen und die Belastungen entlang der verschiedenen Produktionsprozesse zu reduzieren.

Unsere Denim-Strategie basiert auf drei Säulen:

  • bevorzugte Fasern,

  • verantwortungsvollere Färbeprozesse,

  • die Messung und Verbesserung der Waschverfahren.


Damit eine Marc O’Polo Jeans unseren Anspruch erfüllt, muss mindestens die 3. Säule eingehalten werden und somit der Gesamtscore der Waschprozesse mit ‚low impact process‘ bewertet sein. Je mehr Säulen ein Produkt erfüllt, desto geringer kann sein Umwelteinfluss ausfallen.

SÄULE 1 – BEVORZUGTE FASERN

Wir setzen bevorzugt Fasern ein, die dazu beitragen können, den Einsatz von Primärrohstoffen zu reduzieren oder Ressourcen verantwortungsvoller zu nutzen. Dazu gehören beispielsweise zertifizierte Bio-Baumwolle, recycelte Baumwolle, TENCEL™ Lyocell und recycelter Polyester.

Bio-Baumwolle
Bio-Baumwolle wird nach den Grundsätzen der ökologischen Landwirtschaft angebaut. Dabei kommen keine synthetischen Pestizide, Entlaubungsmittel oder chemisch-synthetischen Dünger zum Einsatz. Der Anbau erfolgt gemäß den jeweiligen Zertifizierungsstandards ohne gentechnisch veränderte Organismen (GVO).

Recycelte Baumwolle
Unsere recycelte Baumwolle wird überwiegend aus Pre-Consumer-Material hergestellt. Dabei handelt es sich um textile Produktionsreste, die wieder in den Materialkreislauf zurückgeführt werden. So verlängern wir die Nutzungsdauer bereits hergestellter Fasern.

SÄULE 2 – VERANTWORTUNGSVOLLERE FÄRBEPROZESSE

Gemeinsam mit unseren Lieferanten arbeiten wir daran, Färbeprozesse schrittweise auf alternative Verfahren umzustellen. Dafür prüfen und nutzen wir Technologien, die auf eine Reduzierung des Wasser-, Energie- und Chemikalieneinsatzes in ausgewählten Färbeprozessen ausgerichtet sind.

Ein Beispiel ist Dry Indigo® von Tejidos Royo. Bei dieser Technologie kommt im Färbeprozess kein Wasser zum Einsatz, sodass aus diesem Prozess kein Färbeabwasser entsteht. Im Vergleich zu konventionellen Färbemethoden werden dabei nach den vorliegenden Angaben 65 % weniger Energie und 90 % weniger Chemikalien eingesetzt.

Chemikalien verantwortungsvoller einsetzen

Gemeinsam mit unseren Lieferanten prüfen und nutzen wir schrittweise alternative Färbeverfahren. Dabei betrachten wir insbesondere ihren Wasser-, Energie- und Chemikalieneinsatz im jeweiligen Produktionsprozess.

Unser Ziel ist es, den absichtlichen Einsatz der in der ZDHC Manufacturing Restricted Substances List (MRSL) gelisteten Substanzen in den von ihr erfassten Produktionsprozessen zu vermeiden. Deshalb verpflichten wir die relevanten Produktionspartner zur Einhaltung und Überwachung der ZDHC MRSL. Die Liste legt fest, welche chemischen Substanzen in bestimmten textilen Produktions- und Verarbeitungsprozessen nicht absichtlich eingesetzt werden dürfen.

SÄULE 3 – UMWELTVERTRÄGLICHERE WASCHVERFAHREN

Die Auswirkungen unserer Waschverfahren messen wir mit der EIM-v2.0-Software (Environmental Impact Measurement) von Jeanologia®, einem standardisierten Software-Bewertungstool, das Produktionsprozesse der Kleidungs- und Jeansveredelung in vier Kernbereichen bewertet:

  • Wasserverbrauch,

  • Energieverbrauch,

  • Auswirkungen von Chemikalien,

  • Gesundheit der Arbeiter.


EIM v2.0 stellt unter anderem strenge Anforderungen an den Einsatz von Kaliumpermanganat und Bimssteinen und begrenzt deren Berücksichtigung im Scoring. Beide werden in der Denim-Industrie eingesetzt, um einen authentischen Used-Look zu erzielen. Dabei können mit Steinstaub und Chemikalien belastete Abwässer entstehen, die Kläranlagen zusätzlich beanspruchen und eine besondere Behandlung erfordern.

Ergebnisse werden anhand eines Ampelsystem dargestellt. Für unseren Denim-Standard müssen die bewerteten Waschprozesse als ‚Low Impact Process‘ eingestuft werden. Damit wir gleichzeitig einen authentischen Look erzielen, nutzen wir beispielsweise Verfahren wie:

  • Laserbehandlungen,

  • Ozonwäsche,

  • Nano-Bubble-Technologien,

  • umweltverträglichere Oxidationsmittel,

  • synthetische und wiederverwendbare Steine,

  • spezielle Enzymwäschen.

So entwickeln wir unsere Denim-Produktion Schritt für Schritt weiter und arbeiten daran, den Einsatz von Wasser, Energie und Chemikalien in den relevanten Prozessen zu reduzieren.